Posts mit dem Label S/Y KEE 2 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label S/Y KEE 2 werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 18. August 2018

Mandal, Norwegen, 15. bis 19. August 2018

<<<  >>>
Route: 12 Seemeilen, bis heute: 2390
02:32Stunden, Temp.: 17-20°C
Sonnenaufgang: 05:51, Sonnenuntergang: 21:18














Båly, bis Mandal brauchen wir ca. 2 Stunden, dort können wir ausharren, bis der Spuk vorbei ist und wir Richtung Stokken und Lillesand weiterkommen.

Wir verlassen den Hafen und ziehen die Regenjacken über, es nieselt so vor sich hin.
Eine halbe Stunde später klopf klopf, trommel trommel ... Was ist das? siehe da, wir schleppen eine rote Boje, samt einem weißen Kanister hinter uns her.

Sofort den Gang raus, wir kommen zum Stehen. Mit dem Bootshaken versuchen wir die Verbindungsleine hochzuziehen, vergebens. Ich steige über die Heckleiter runter und schneide die Leine durch. Siehe da, der gute Mensch hatte an der Boje, mit 2m Leine, noch einen Kanister verbunden und somit eine Fangvorrichtung für Boote konzipiert.

Kaum war die Trennung vollzogen, haben uns die schwimmenden Teile losgelassen und wir waren, anscheinend ohne Schaden, frei. Die Fangleine war wohl an dem Ruderskeg hängengeblieben.

So fahren wir, mit "Hörwache" nach Mandal. Nur ein Boot ist hier an dem Gästesteg zu sehen. Alle Boxen sind auch leer, sind wir hier richtig?

Nachdem wir aus der Stadt zurück kommen, Steht die S/Y Kee 2 auch da. Wie bei Hase und Igel, er ruft: Ich bin auch schon da!

2 Tage später:
Wir haben fast Wuzeln geschlagen, das miese Wetter mit heftigen Böen und anständig hohen Wellen, hält uns hier fest.

Wir erwarten, erst in ein paar Tagen, das Wetterfenster für die Weiterfahrt.

Båly, vor der Abfahrt

Mandal, am nassen Strand







<<<  >>>

Montag, 13. August 2018

Tananger, Norwegen, 11. bis 12. August 2018

<<<  >>>
Route: 45 Seemeilen, bis heute: 2285
08:04Stunden, Temp.: 18-18°C
Sonnenaufgang: 05:20, Sonnenuntergang: 21:57













Um 9Uhr haben wir Bømlahamn verlassen, ohne uns zu verabschieden, die Familie Lønning schlief noch.

Die Voraussage war genau richtig, sonnig, ohne Wind. Die Maschine bringt uns über den Bømlafjord.
Pünktlich, um 09:57Uhr kommt der NW-Wind. So segeln wir fröhlich bis vor Haugesund.

Auf den Besuch der Inseln Røvær und Utsira müssen wir verzichten. für die nächsten Tage hat man starke Ost-Winde vorausgesagt, so würden wir dort ausharren müssen.

Vor Sørhaugøy, mit dem schönen Leuchtturm, aus dem Jahre 1846, bergen wir die Segel. In Haugesund gibt es gerade Jazzfestival und wir wollen uns nur an den vielzähligen Yachten vorbeischleichen.

Angekommen werden wir von Verwaltungsbooten aufgenommen. Sie lassen uns aber passieren, nachdem sie unsere Absicht erfahren.

Das Wetter ist herrlich und die Strömung mit uns und wir segeln, mit bis zu 7,9kn, gen Süden.

An Koppervik vorbei, tauchen wir in die Inselwelt, östlich des Fjords, um später den Wind aus Westen zu bekommen und schnurgerade nach Tananger zu gelangen.
Geplant, durchgeführt und siehe da, es hat geklappt. Teilweise waren wir, bei 16kn Westwind, bis über 8kn üG, wohl bemerkt, mit Hilfe der Strömung.

Im Hafen liegt gleich S/Y Kee 2, an dem langen Steg. Der Steg ist ganz neu und, nach wie vor,  ganz ohne Strom und Wasser.

Wir gehen ganz hinten in unsere Ecke. Nach dem Vertäuen atmen wir erleichtert auf. Annkathrin und Ole begrüßen uns.







Tananger

<<<  >>>

Bømlahamn, Norwegen, 8. bis 11. August 2018

<<<  >>>
Route: 15 Seemeilen, bis heute: 2240
03:53Stunden, Temp.: 20-22°C
Sonnenaufgang: 05:36, Sonnenuntergang: 21:52













Nun haben wir uns vorgenommen, doch Austreim zu erobern. Der Gegenwind von 10kn wird uns bis zum Ende des Bømlafjorden begleiten und als Westwind, das Segeln über Sletta ermöglichen.

Der Wind aber nimmt stetig zu und macht die Fahrt, unter Groß und Maschine, immer beschwerlicher. Es wird immer schlimmer, wir machen noch 3,4kn. Die dicken Wellen wollen uns nicht durchlassen.

In "Monterhamn" sehen wir einige große Segelyachten liegen, ob es mit dem Wetter zu tun hat, keine Ahnung. 
Eins steht fest, so können wir Sletta nicht passieren. Kurz entschlossen, fallen wir ab, Richtung Bømlahamn, direkt vor dem Ausgang des Fjords. Es geht nur noch mit 1,3kn voran, inklusive heftige Bewegungen. Die Wellen lassen uns erahnen, wie es in Sletta aussieht. 

Durch die schützende Insel und Inselchen, gelangen wir in einen kleinen Fjord, ruhig und ansprechend.
Die Suche nach einem Anlegeplatz, an der Westseite, führt zu einem Kai mit riesigen Reifen, nichts für uns.
Zurück zur Südseite, nehmen wir uns, den wackelig erscheinenden Schwimmsteg.
Nach dem Vertäuen, stellen wir fest, er ist gar nicht so wackelig, Ein Steg aus Stahl mit dicken Klampen, kein Strom aber auch kein Wasser.
Ein Schild verweist darauf, dass der Steg öffentlich sei.

Kurz darauf spreche ich mit Frau Astrid Lønning, in unserer Nähe, Sie empfiehlt uns mit der Besitzerin des Stegs zu reden, vielleicht gibt sie uns Strom. Ansonsten können wir ihre Steckdose benutzen, wenn wir eine so lange Leitung haben, haben wir aber nicht!

Die Besitzerin heißt auch Frau Lönning, alle hier sind Lönnings. So wurden wir in einer Großfamilie aufgenommen. Die Frau Mutter, auch Lønning, hat uns, in ihrem Auto, nach Langevåg mitgenommen. Dort haben wir eingekauft.
An dem schönen Steg, erkundigten uns nach der Tiefe und wurden, von einem lieben Fischer, mit einer Seite frischem Wildlachs beschenkt. Die Frau Mutter Lönnung hat uns auch zurückgefahren.

Einen Tag später haben wir Herrn Lønning, der Onkel von Astrid Lønning, kennengelent. Er ist der Kapitän des schönen, in 2014 restauriertem, Traditionsschiff Gå På, aus dem Jahre 1935, das hier seinen Heimathafen hat. Er hat mich rumgeführt und alles gezeigt, was zu zeigen war, fantastisch. Schade, Schnucki scheiterte am Einstieg.
Übrigens, der Kapitän ist der Nachfolger von Astrid's Vater.

Nicht zu vergessen, der Pflaumenbaum in der Nähe, hat uns mit köstlichen Früchten verwöhnt.
Inzwischen hatten wir aus der Scheune von Frau Lønning, Strom bekommen.

Die Spaziergänge, z.T. unter Regen, bereiteten uns auf das bevorstehende Passieren von Sletta vor.

Der Wind pfeift noch erbarmungslos aber wir sind hier gut aufgehoben.








Die Krabbenkörbe werden ausgelegt

Traditionsschiff Gå På
Sletta von oben


Bømlafjorden





  
<<<  >>>

Leirvik, Norwegen, 7. bis 8. August 2018

<<<  >>>
Route: 30 Seemeilen, bis heute: 2225
06:25Stunden, Temp.: 18-22°C
Sonnenaufgang: 05:32, Sonnenuntergang: 21:55














Es kommt immer wieder anders als man plant! Kleppevik haben wir mit dem Ziel verlassen, um direkt nach Austreim zu gelangen. Dann wollten wir, einen Tag später, ruhig nach Tananger segeln.
Was wurde daraus? Zunächst regnet es, dann kommt allmählich der ersehnte Wind auf, aber von vorne. Je stärker der Wind wird, so wachsen die Wellen und, Hand in Hand, lassen sie uns nur noch kriechen.
Leirvik liegt vor uns. Sollen wir den Bømlafjorden so hinter uns bringen? Nein danke. Eine kurze Besprechung und die Wende kommt. Im Hafen ist es so ruhig, dass man wieder rausgehen möchte, nicht mit uns. Neue Wetterberichte prognostizieren, inzwischen, 22kn Westwind und 1m Wellen, bei Sletta.

Die Befreiung von, 18kn Wind von vorne und die Wellen beruhigen uns sehr.

Vom Einkaufen zurück, liegt S/Y Kee 2 direkt vor uns. Ein freudiges Wiedersehen mit Annkathrin und Ole.

Nun haben wir die Gelegenheit wahrgenommen und die Nachbarn gefragt, ob sie mich hochwinschen wollen. Natürlich, es kommt auch ein Skipper von nebenan und ich werde hochgeschossen. Die lose Schrauben habe ich befestigt, es geht immer noch nichts. Eine neue Birne bringt auch nichts.
Nach langem hin und her, stellt sich heraus, dass die vielen Birnen die wir mit dem Boot übernommen haben defekt sind und der "Krümmelkacker" sie nicht entsorgt hat. Nur eine 10W Birne war brauchbar und wurde eingesetzt. Später habe ich festgestellt, dass eine 25W Birne von uns übersehen wurde. Nochmal aufsteigen? Ohne mich!

Kleppevik, sehr trübe

Noch schläfrig ...


Wach

<<<  >>>

Donnerstag, 19. Juli 2018

Setervika, Norwegen, 13. bis 14. Juli 2018

<<<  >>>
Route: 38 Seemeilen, bis heute: 1772
06:54 Stunden, Temp.: 15-16°C
Sonnenaufgang: 03:16, Sonnenuntergang: 23:31













Rørvik, alle wollen nach Stokksund und sind schon früh unterwegs, wir nicht.
Draußen soll es 13kn Nordwind geben, mit westlichen Wellen von 1,1m. Es wird eine Schaukelei ersten Ranges, also bleiben wir hier. 
Nach dem Frühstück, studiere ich die neuesten Wetterberichte. Es sieht nicht mehr so schlimm aus und noch etwas, es ist sonnig und warm. So bereiten wir uns vor und ab, nicht nach Stokksund sondern, nach Setervika. Es ist halb so weit und halb so anstengend. Folla, der Wasserweg südlich Viknas, ist aber tückisch, zunächst merken wir nichts und motoren, bis wir den Schutz der Vikna verlieren. 
Nach und nach kommt die Dünung aus dem Westen, darauf reitend die Windsee, von inzwischen auf 20kn angewachsenem Nordwind. 
Soviel Sport wollten wir uns doch nicht, in dieser Zeitspanne, gönnen. Es hörte einfach nicht auf. Die dicken Dinger kamen reihenweise.

Erst dachten wir, dass nach der Wende, die Wellen nicht mehr seitlich, sondern achterlich kommen werden, falsch gedacht.
Das Groß dichtgeholt und wir rollen weiter. die arme Schnucki muss das Groß bergen, bevor wir den Hafen erreichen. Sie ist tapfer und birgt das Groß, ohne meine Hilfe, auf der Winsch.
Ich bin die ganze Zeit mit dem Steuern beschäftigt, der Autopilot hat sich fast tot gesteuert.
Noch vor dem Hafen, der sehr geschützt liegt, kommt das Boot laufend aus dem Ruder und ich muss Gas geben.

Ende gut, alles gut, denkste. Im Hafen liegen, überraschend, S/Y FRAM und S/Y KEE 2, aber weit und breit, keine Spur von Menschen.
Bei Starkwind, drehen wir, mehr als eine halbe Stunde, Runde um Runde, in der Hoffnung, irgend jemand wird uns dirigieren und unsere Leinen nehmen.
Schließlich kamen Annkathrin und Ole von S/Y KEE 2. Ole hat nicht gezögert, für uns einen Platz zu finden. Mit der Vorleine in der Hand, hat er uns geholfen, Palladium ablandig zu vertäuen.

Hier wurde uns klar, dass die Klampen in Norwegen sehr knapp oder einfach zu teuer sind, der Einsatz von ihnen wird häufig vermieden, hier besonders auffällig!













Chaotische Zustände im Hafern ... 



... aber das Wetter entschädigt ...













<<<  >>>