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Sonntag, 15. Juli 2018

Sandnessjøen, Norwegen, 9. bis 10. Juli 2018

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Route: 59 Seemeilen, bis heute: 1650
10:53 Stunden, Temp.: 13-20°C
Sonnenaufgang: 02:26, Sonnenuntergang: 00:22













Um 8:30 haben wir Engen verlassen, es ist 13°C und Nebelschwaden verdunsten schnell, über den Bergen. Es ist noch alles nass, heute morgen hat es etwas geregnet.
Um 11Uhr verlassen wir auch den Fjord und wenden nach Süden, Wellen und Wind sind moderat.
Um 11:30 setzen wir das Groß, es hilft aber nicht, wir motoren weiter.

Um 13:32Uhr unterschreiten wir den Polarkreis bei sonnigem Wetter und 15°C. Das Groß retten wir, indem wir es bergen.
Die Fahrt geht mit 5,7kn weiter und wir beobachten Papageientaucher ganz in der Nähe. Später erfahren wir, dass sie auf der Insel Lovund ihre Brutstätten haben.

Um 19:25Uhr haben wir angelegt, die Mithilfe der Skipper war obligatorisch, wieder mal danke.

Ganz müde und breit, begeben wir uns zu "Herr Petter", vermeintlich das beste Pizzahaus vor Ort.
Wir bekommen, die schlechteste Pizza unseres Lebens serviert. Nach einer Stunde kam ein verbranntes und ungenießbares Teil, halbverhungert haben wir das Lokal verlassen.

Der Hafen ist eigentlich nicht schlecht, ohne Sanitäre Anlagen, wohl bemerkt. Die Stadt sieht verlassen aus und viele Geschäfte sind geschlossen. 













Hestmannen, es soll einen Reiter darstellen, was meint Ihr?








Papageientaucher, erstmals von uns aufgenommen




Trinity ist auch sehr skeptisch!












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Donnerstag, 12. Juli 2018

Svartisen (Engenbreen), Norwegen, 7. bis 9. Juli 2018

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Route: 55 Seemeilen, bis heute: 1591
11:25 Stunden, Temp.: 13-14°C
Sonnenaufgang: --:--, Sonnenuntergang: --:--














Bodø, um 8:25Uhr, bei 13,1°C, bedeckt. 

Wir verlassen den Hafen. Der Wind bläst mit 15kn gegen uns, auch Dünung und Windsee gegen uns. Wir fahren, unter der Maschine, 3,8kn.
An der Insel Fugløya, erreichen wir 5,1kn bei 12,8°C. Die seitliche Dünung ist beachtlich, wir setzen das Groß.
An Støtt vorbei, fahren wir nur noch 3,9kn. Wir kommen schlecht voran und es schaukelt mächtig. Wir fahren die Dünung rauf und runter, dabei werden wir immer langsamer, der Wind direkt in der Nase mit 16kn.

An der Insel Bolga vorbei, bewundern wir den mächtigen Berg, der an der Spitze, die beste Gelegenheit bietet, die Mitternachtssonne, frei von Sichtbehinderungen, zu beobachten, dafür muss man aber 338m steigen. 

Irgendwann kommt die Erlösung, wir wenden und haben alles achterlich. Es wird aber ca. 20sm bis zum Engenbreen dauern.

Unterwegs müssen wir dem Fährverkehr Vortritt lassen. Nach der 3. Wende sind wir im Holandsfjorden, von weitem, der in Wolken gehüllte Svartisen, dem zweit größten Gletscher Norwegens.

Nach und nach bekommen wir den geliebten Engenbreen zu sehen, in Erwartung, dass er erheblich geschrumpft ist. 
Entwarnung, er sieht, dem von 2013, gleich aus.

Der Schwimmsteg ist nagelneu und aus Beton. Niemand der uns den Platz streitig machen wollte. Eine Drehung, und wir liegen, mit unserer Schokoladenseite, an der Stegspitze, in dem grünen Gletscherwasser. Im Hintergrund, die Gletscherzunge Engenbreen blau-grün schimmernd.

Eine kleine Wanderung hilft unseren Beinen, sich zu beruhigen.  Später kommt ein 32er Schiff mit irischer Besatzung.

Am Tag darauf wandern wir, bei sonnigen 20°C, zum Gletscher. Zurück zum Schiff, sind viele Motorboote und Ausflugsgäste überall unterwegs. Es scheint, dass manche von ihnen uns beneiden, sie wissen ja nicht von unseren "Qualen".        



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Mittwoch, 20. Juni 2018

Bodø, Norwegen, 14. bis 17. Juni 2018

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Route: 54 Seemeilen, bis heute: 1128
09:49 Stunden, Temp.: 12-17°C
Sonnenaufgang: --:--, Sonnenuntergang: --:--














Donnerstag:
Das Sturmtief möchte uns am Freitag erreichen. Dazu haben wir einen sicheren Hafen ausgesucht. Der Retter sollte uns für 2 Tage einen möglichst ruhigen Liegeplatz bieten.
Dafür ist Våg, südlich von Bodø, wohl gut geeignet!












Um 5Uhr früh, hört Heike, im Hintergrund, den Wind pfeifen. Wir bleiben hier, der Sturm hat uns eingeholt, sagt sie.
Ich schaue den Wetterbericht, es ist alles aktuell gut und in Planung.

Wir starten früher als geplant und legen los. Nachdem wir die Abdeckungen verlassen hatten, setzen wir die Segel. Wunderbar, wir machen mit O-Wind 5,8kn. Wir können zwar schneller, dafür müssten wir aber die Lage in Kauf nehmen. Mit zunehmend aufkommenden Böen, machen wir 6,4kn.
Am Svartisen-Eingang, wird der Wind kanalisiert und bläst gegen uns, die Genua wird geborgen und die Maschine gestartet, es geht mit 4,9kn weiter.

Um 8Uhr 15, treffen sich die beiden Hurtigschiffe, Kronprinz Harald und Polarlys. Sie begrüßen sich mit jeweils 3 Sirenen, danach wir auch! In der Stille, es ist gigantisch.

Wir lassen die Häfen Bolga und Sørfugløy an uns vorbeiziehen, Våg liegt ja vor uns.

Vor der hübschen Insel Fugløy, kommen uns 3 schwedische Segler entgegen, wir staunen, das sie geradewegs dem Sturm in die Arme segeln.

Inzwischen haben wir 26kn O-Wind. Die Genua reicht uns aus, um auf über 6kn zu kommen.
Es ist warm, fast 16°C. Die Wärme in Kombination mit dem Svartisen-Gletscher, bringen uns Fallwinde bis in den Hafen mit 38kn, die Genua haben wir schon geborgen.

Im Hafen drehen wir die unfreiwilligen Pirouetten, bevor wir Hals über Kopf den Hafen verlassen. Der Gaststeg ist voll von Fischerei und sonstigen Schiffen. Das Anlegen wäre ohnehin nicht denkbar.

Wir wollen nur raus und uns kommt ein Fischer entgegen. Langsamer geht nicht, also Flucht nach vorne, der Fischer verzieht keine Miene.

Im Freien bläst es inzwischen richtig wild. Die Steuerung übernimmt Heike und ich mache die neue Navigation.
Die Entscheidung fällt nicht leicht, aber schnell, 12sm nach Bodø.
Wir setzen nur das Groß, weil es, unter Starkwind, leichter zu bergen ist. Wir wollen schnell ankommen, dafür läuft die Maschine mit.

Vor Bodø wurde es nicht, wie gedacht, ruhiger. Wir bergen das Groß stampfend im Wind.

Im Hafen angekommen, ist alles in Bewegung, die Schiffe spielen Trampolin. Wir suchen und finden keinen Platz, gegen den Wind. Geschlagen reihen wir uns, an den Außensteg, hinter den großen Seglern, auflandig. Der Sturm wird uns morgen ablandig treffen.

Die Leinen wurden uns wie so oft abgenommen, danke. Wir gehen essen.

Freitag und Samstag:
In den Morgenstunden sind wir erschreckt aufgewacht. Sturm zerrt und zieht und wir sind ablandig mit Riesen Abstand zum Steg.

Am Nachmittag ist es erst mal ruhig. Die Ruhe vor dem Sturm. Wir erledigen Einkäufe und Bankgeschäfte, das Buffet im EGON haben wir verpasst.

Die Nacht der Nächte hat uns eingeholt. Es knarrt an allen Ecken, nichts hilft. Wir bringen noch mehr Leinen aus, das Quietschen geht unvermindert weiter durch den ganzen Tag. Alle bleiben an Bord und hören das Geheule des Sturms, keine Menschenseele bewegt sich draußen.
Sonntag:
Alles ist ruhig, die Sonne scheint und die Sportschiffe sind nicht mehr da!



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Montag, 18. Juni 2018

Klokkergården, Norwegen, 13. bis 14. Juni 2018

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Route: 68 Seemeilen, bis heute: 1079
10:41 Stunden, Temp.: 13-13°C
Sonnenaufgang: --:--, Sonnenuntergang: --:--














Tjøtta, um 09:20Uhr verlassen wir den Hafen, es sind 13°C.
Gleich um die Ecke sollen wir an den 7 Schwestern vorbeikommen. Das Groß ist gesetzt, aber von Wind keine Rede.
Es kommt doch ein wenig SO Wind, kurz zücken wir mit der Genua, um sie bald wieder zu bergen. Mit dem Segeln wird es heute wohl nichts werden.

Die 7 Schwestern haben sich in Wolken verhüllt, ab und zu gibt eine von denen, den Schleier ab. Unverhüllt möchten sie aber uns nicht gemeinsam zeigen.
Nach Sandnessjøen, wird es noch ungemütlicher, immer wieder setzt ein Schauer ein. Kalter SO Wind zwingt uns Trinity zuzudecken.
Die Sonne kommt mit Verzögerung doch noch raus und lässt uns bei der Taufe, am Polarkreis, erfreuen.
Der Svartisen lässt sich von Ferne erahnen.
Klokkergården kommt näher und ein Segelboot setzt an, mit uns auf die Wette zu fahren, uns lässt es kalt.
Wir fahren durch den engen Sund und uns beglücken 2 Schnellfähren mit riesigen Wellen, die wegen der Enge uns lange erhalten bleiben.
Angekommen, die absolute Leere, nur ein großer Segler ist am Steg. Wir machen an dem nächsten Steg fest, so dass wir am kommenden Tag, leicht ablegen können.
Es ist alles sauber, aber die Einrichtungen sind geschlossen. Die Saison soll erst übermorgen beginnen.


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