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Donnerstag, 12. Juli 2018

Bodø, Norwegen, 4. bis 7. Juli 2018

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Route: 20 Seemeilen, bis heute: 1536
03:40 Stunden, Temp.: 14-16°C
Sonnenaufgang: --:--, Sonnenuntergang: --:--














Bodø ruft, kommt und lasst Euch das Batterie-Problem beseitigen! 
Wir folgen und sind in weniger als 4 Stunden da. Wir erkundigen uns bei Hinz und Kunz, wo man das Problem erledigen kann. Eine Skipperin meint man solle im Kaufhaus zwei neue herbeischaffen, ein Fischer meint, wir wären bei der hiesigen Marina am besten aufgehoben, wir sollen uns aber beeilen, weil sie um 16:00Uhr schließen. Tatsächlich, es ist 16:01Uhr und sie haben zu! Das Internet kommt uns zur Hilfe, sie sind am morgigen Donnerstag, um 08:45Uhr wieder da.
Wir faulenzen und gehen einfach essen.

Um 9Uhr suche ich sie auf, in meinem Kopf, sie würden mich wegschicken und auf die neue Woche vertrösten.
Der Mann hinterm Tisch, vor dem Computer mit den Kopfhörern, blickt zu mir auf und fragt nach meinem Anliegen, während er die Kopfhörer absetzt. 
Er meint dann, da muss etwas Ungewöhnliches passiert sein, die 2 AGM Batterien, nach 2 Jahren,  dürfen sonst noch nicht ihren Geist aufgeben.
Er erkundigt sich und kommt bald mit der Aussage, dass die Batterien je ca. 300€ kosten werden, die Werkstatt-Kosten werden extra berechnet, sie wollen alle unsere Geräte prüfen usw.

Nach dem Essen erscheint ein Elektriker mit 2 AGM-Batterien, Exite 95Ah, und baut sie ein.
Alle Prüfungen haben dann nichts negatives ergeben. Er meint, wahrscheinlich hatte eine der Batterien einen Produktionsfehler und als sie ausfiel, hat sie die andere, parallel-geschaltete, gleich mit gekillt! Mit den Batterie-Garantien ist es aber so eine Sache, den Nachweis müssen wir erbringen, dass die Batterien stets sachgemäß behandelt wurden. 

Ich suche wieder die Firma auf, um die Rechnung zu begleichen, sie war aber nicht fertig. An der Kasse ein zuckersüßes Mädchen, die sich, wegen der Wartezeit, bei mir entschuldigte.

Der Manager hat mir erklärt, die Tatsache, dass sie keinen Fehler gefunden haben, ist aber kein Beweis, dass alles i.O ist, wir sollen die Anlage, bei der ersten Gelegenheit, von einer Fachfirma prüfen lassen, sie haben nämlich nicht die Experten dafür.

Wir waren um 780€ erleichtert und auch erleichtert, dass nun vielleicht der Fehler beseitigt ist. Den Freitag haben wir noch angehängt und alles überprüft, was wir konnten.

Morgen, am Samstag, soll es zum Engenbreen (Svartisen) gehen.



Mitternachtssonne ...










Adolf's Erben










Queen Elizabeth
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Sonntag, 8. Juli 2018

Svellingen-Nordskot-Kjerringøy, Norwegen, 1. bis 4. Juli 2018

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Route: 70 Seemeilen, bis heute: 1516
--:-- Stunden, Temp.: 13-21°C
Sonnenaufgang: --:--, Sonnenuntergang: --:--













Lødingen, nach einem kurzen Rundgang und Begutachtung der Hafenanlage sind wir unterwegs.
Das Wetter ist herrlich sonnig und sehr angenehm.
Auf dem Ententeich, motoren wir nach Svellingen/Ofoten. Die Panoramaansicht der Lofoten direkt vor den schlaftrunkenen Augen.
   
Plötzlich fängt die Navigation an zu spinnen, das Bild wird größer und größer, bis eine Übersicht nicht mehr möglich ist. Alle Versuche mich mit dem Programm zu einigen schlagen fehl. Weitere Untersuchungen ergaben, dass die Tastatur seinen, nicht vorhandenen, Geist aufgegeben hat. Ich fluche, vergebens. Zum Schluss habe ich die Tastatur entfernt und den Rechner an einer drahtlosen Tastatur angeschlossen, siehe da, alles wieder i.O.

Angekommen, finden wir 3 Motorboote am Steg, sie haben uns beim Anlegen geholfen und dann waren sie plötzlich weg.

Zum Steg gehört auch eine Terrasse mit Grill, Feuerstelle, Sitzbänken und einem großen Tisch. Wir haben eine Wassermelone aufgemacht und die Anlage intensiv genutzt.
Oh ja, die Mücken, sie haben uns nicht gestochen, aber ohne Moskitonetz wäre auch ein Aufenthalt nicht möglich gewesen.
Kaum haben wir uns hingelegt, Der Batterie-Kontroler, Philippi, schreit ... die Verbraucherbatterien seien leer und müssen sofort aufgeladen werden. Die Maschine an und die Ladekontrolle beobachten.
Es hilft nicht, was wenn neue Gäste kommen?  Noch kurz, haben wir die fantastische Mitternachtssonne genossen, das soll man immer wieder erleben, satt wird man nicht davon!

Von Mücken vorgeplagt, setzen wir die Reise fort, um 1Uhr nachts!
Unterwegs, quer über den Westfjord, kommt Nebel auf und verdichtet sich ungemein, vor Nordskot ist es aber einigermaßen klar und wir legen an.
Gerade eben eingeschlafen, werden wir vom Wind und einer Schnellfähre heftig verschaukelt, also hier können wir auch nicht bleiben.
Der Wind ist stark und auflandig, Ablegen mit Eindämpfen im Achterspring und ab nach Kjerringøy.

Da sind aber alle Liegeplätze belegt. Wir zögern und warten subtil bis die Skipper sich einig werden uns in eine Box zu dirigieren und dafür nehmen sie uns die Leinen, wir bedanken uns herzlichst.

Am Abend sind alle Skipper mit Verstärkung der Festmacher beschäftigt, es stellt sich heraus, dass ein Sturm sich angekündigt hat. Wir machen den Skippern nach und fallen, halb tot, in die Koje.

Die Gedanken an defekte Batterien und ob wir sie in Bodø ersetzt bekommen, rauben mir den Tiefschlaf, die Nächte sind ohnehin taghell und tragen nicht zum Schlaf bei.



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