Samstag, 16. Juni 2018

Tjøtta, Norwegen, 12. bis 13. Juni 2018

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Route: 68 Seemeilen, bis heute: 1021
12:57 Stunden, Temp.: 10-14°C
Sonnenaufgang: --:--, Sonnenuntergang: --:--














Rørvik, vor der Abfahrt, bei leichtem Nieseln, tanken wir voll.

Die Sonne kommt raus und wir segeln, unter der Maschine, mit Genua? Wir entscheiden, anstatt Brønøysund, nach Tjøtta zu segeln.

In der Höhe von Leka segeln wir trotz Gegenströmung, mit 6kn bis Torghatten, der Fels mit dem Loch. Hier wollen wir endlich nach dem Loch Ausschau halten, dafür segeln wir an der Westküste.

Alarm, Alarm, die Verbraucher-Batterien sind plötzlich auf 20%, Philippi hat versagt uns bei 50% zu warnen. Nun kommt er mit Piepsen und meint wir sind bei 20%.

Wir suchen nach dem Grund und werden fündig, die Kühlbox hat scheinbar nicht abgeschaltet.
Sofort die Maschine an und segelnd mit 14kn Wind, müssen wir wohl die Batterien sofort laden, damit keine größeren Schäden entstehen.
Das Laden mit 20A geht langsam voran, 21%, 22% ... und dann plötzlich 100%?
Ja der Philippi-Controler hat gesponnen. Es ist alles wieder in Ordnung!

Die Suche hat gefruchtet. Das Loch erscheint schließlich weit entfernt als kleine Lichtsichel.
Vor der Brücke kommt uns das Hurtigschiff gemächlich entgegen, wir machen ihm Platz. An Brønnøysund vorbei, verifiziert uns die Lage, dass wir eine richtige Entscheidung getroffen haben.

Nach und nach schralte der Wind, mit 14kn und später 18, es wurde immer kälter, 9,6°C, Dieselheizug wird eingeschaltet, das arme Kind soll nicht frieren.

21:43Uhr kommen wir an. Die Metallstege sind nicht einladend, die Klampen sind eine Erfindung, die zum Festmachen eher ungeeignet sind. Sie bestehen aus längeren Rohrbügeln, Marke Eigenbau.

Ein freundlicher Skipper hat uns die beiden Leinen genommen, sonst wären wir ablandig gescheitert.

Montag, 11. Juni 2018

Rørvik, Norwegen, 10. bis 12. Juni 2018

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Route: 62 Seemeilen, bis heute: 953
11:30 Stunden, Temp.: 10-13°C
Sonnenaufgang: 02:23, Sonnenuntergang: 00:05














Es ist eine Fahrt, worauf man verzichten kann. 3/4 der Zeit motoren und 1/4, damit beschäftigt zu sein, die Segelstellung immer wieder zu verändern, dass es vielleicht doch klappt.
Die letzten 2 Stunden motoren wir weiter, es ist kalt und der Wind 10-13Kn, von vorne.
Wir sind trotzdem froh, dass es nicht regnet und auch die Dünung, von 1,1m, es mit uns gut meint. Es liegt auch daran, dass die Hälfte der Strecke geschützt hinter den Untiefen verläuft.

In Rørvik  angekommen, sind wir überrascht, alles ist super renoviert. Neue moderne Gebäude sind errichtet. Sogar die alten Speicherhäuser sind renoviert und dienen weiterhin nur als Brutplatz für Möwen.
Die neuen Liegeplätze haben uns das Anlegen erleichtert. Erst später kommen noch ein paar Schiffe, wir sind aber bereits fest vertäut. 

Hier gibt es abends, Hurtig-Schiffe im Doppelpack, eins aus dem Norden und eins aus Süden.
Der Versuch, etwas zwischen die Kiemen zu bekommen, scheiterte kläglich. Erst als wir zurück waren, wollte der Hafenmeister uns dorthin zurück schicken, wo wir vergeblich gesucht hatten. Mit uns war nichts mehr zu machen, wir sind halt kein D-Zug!. 

Gabelspaghetti  mit Butter und Blauschimmel-Käse waren aber auch lecker.

11. Juni:
Es ist kalt um 8°C, gefühlte 6, und der Wind bestimmt mehr als, vorausgesagte 12Kn. Das Schiff wird immer wieder geneigt an den Steg gedrückt. Wir haben eingekauft und sind halbgefroren züruckgekommen.

Nein, heute bleiben wir hier, es sind zwar bis Brønnøysund nur schlappe 46 Seemeilen, die man gut in 9 Stunden schaffen kann. Aber wenn der Gegenwind immer mit Böen entgegen stemmt, dann wird die Fahrt länger und länger und zum Schluss gibt es Eiszapfen im Doppelpack.



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Stokksund, Norwegen, 8. bis 10. Juni 2018

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Route: 61 Seemeilen, bis heute: 891
11:51 Stunden, Temp.: 10-14°C
Sonnenaufgang: 02:54, Sonnenuntergang: 23:42














‌‌‌Nach dem Ablegen dauert es fast eine Stunde und wir sind wieder in der Trondheimsleia. Woher kommt der Wind, von achtern. Es wiederholt sich alles, 3,5 Stunden Schmettlingsegeln. Kurz vor dem Verlassen des Fjords werden wir immer langsamer, bis 2,7Kn, obwohl der Wind mit gleicher Stärke dabei ist.
Erst denken wir, etwas mitzuschleppen. Ein Schlenker bringt den Beweis, dass 2-3Kn Strömung uns entgegen stehen. Die Maschine kann auch nicht viel ausrichten, die Wende nach Norden bringt die Befreiung.
Von nun an segeln wir, mal hoch am Wind und wieder halben Wind. 2 Stunden vor Stokksund ist aber Schluss mit lustig, die Maschine muss wieder ran.

Während ich diese Zeilen schreibe fährt das Hurtigschiff "MS Midnatsol" an uns vorbei. die gewaltige Schiffssirene hat uns aufgeschreckt, gesehen haben wir es nicht, die Route liegt hinter einer kleinen Insel.


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Samstag, 9. Juni 2018

Vihalsen, Norwegen, 7. bis 8. Juni 2018

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Route: 66 Seemeilen, bis heute: 830
12:11 Stunden, Temp.: 10-14°C
Sonnenaufgang: 03:16, Sonnenuntergang: 23:31














Tornes, um 6 Uhr aufstehen, 7 Uhr ablegen, das war die Planung.
Der Wecker klingelt, als wir aus dem Hafen sind, es hat sich so ergeben, es war 05:50 Uhr als wir die Leinen einholten.
Bis Bud geht es unspektakulär, kein Wind und keine Wellen. An Bud vorbei, machen wir 3 Segelboote im Hafen aus.
Kurz danach stampfen wir gegen, über 1m Wellen. Es dauert über eine halbe Stunde, bis wir wenden und nunmehr die Dünung seitlich bekommen, das Groß hilft nicht viel.

Alles ist vergänglich, wir tauchen weiter in Hustadvika und es wird ruhiger, nun haben wir den Priggenwald vor uns und die Augen geschärft!
Es geht soweit gut voran bis zum offenen Bereich, wo die noch stärkere Dünung uns kräftig schaukelt. Kurz überlegt, haben wir uns für den Weg, durch den Sund entschieden.

Nach der Durchfahrt des Bremsnesfjords, haben wir wieder die ungemütlichen Wellen seitlich. Es hilft nichts, die Zähne zusammenbeißen und weiter in Richtung Trondheimsleia. Kaum sind wir in dem Fjord, hat sich uns eine neue Erfahrung angebahnt. 4,5 Stunden bis zum Zielhafen, Schmetterling zu segeln. Die Genua ausgebaumt und das Groß, mit einer Einrichtung à la Mori, festgesetzt.

Wir haben eine improvisierte Baumbremse und Bullenstander installiert, die sich vom Cockpit aus bedienen lassen.

So segeln wir, "pfeifend", zwischen 5 und 6,5 Knoten. Die uns überholenden Achterwellen brechen rauschend immer wieder in der Nähe und gestalten die Atmosphäre mit. Vor der Wende zum Hafen werden die Segel geborgen.
Uns steht ein Schwimmsteg, mit Wasser und Strom zur Verfügung, gehörend dem Coop am Ort. Sie haben aber geschlossen.


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Mittwoch, 6. Juni 2018

Tornes, Norwegen, 2. bis 7. Juni 2018

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Route: 69 Seemeilen, bis heute: 764
15:01 Stunden, Temp.: 18-20°C
Sonnenaufgang: 03:38, Sonnenuntergang: 23:21













Honningsvåg, wir wollen nicht weg, hier ist es so schön.
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, denken wir uns separat. Sollten wir heute hier bleiben, passiert das, was man am wenigsten braucht. Ab morgen gibt es hier am Kap NO-Winde mit 22kn und NO Wellen von 2m. Heute ist es auch nicht so rosig, NO 18kn aber 1,1m Wellen von Nord.

Mit dem Groß sind wir gegen das Schaukeln gewappnet, aber die armen 3-Zylinder müssen gegen 18kn Wind kämpfen.

Raus aus dem Fjord und die Wellen erscheinen viel höher, der Wind aber kommt von vorne, somit ist das Groß nicht in der Lage, uns das Schaukeln erträglicher zu machen, wir rollen.

Eine halbe Stunde später sieht es besser aus, nach der Wende können wir den Wind ein wenig nutzen. Wir segeln, mit Genua und Groß, absolut hoch am Wind. Die Wellen sind inzwischen moderater geworden, aber durch das Rollen, schrallt der Wind und wir werden immer wieder langsamer. 
Die nächste Kursänderung um 10° nach Lee bringt zwar Erleichterung, aber bald müssen wir beide Segel bergen, es stehen 2 enge Durchfahrten vor uns.

Danach geht es bis Ålesund einigermaßen gut voran. Dann ist aber Schluss, da das gezwungene Anluven, die Segel flattern lässt und sie werden geborgen.

Just in diesem Moment, hören wir über Funk, als würde uns einer um Hilfe bitten. Wir melden uns und erfahren, dass die S/Y Mare M, die hinter uns auch die Genua geborgen hatte, Maschinenprobleme hat. Sie hat uns um Schlepphilfe gebeten. Wir fahren rüber und nehmen sie an die Leine, sie möchten nach Ålesund.

Unterwegs überlegen wir uns, was dann? Wir sind doch nicht in der Lage ihnen beim Anlegen zu helfen und sie sind nicht manövrierfähig.

Heike gibt über Funk, die Nummer des RS-Kreutzers durch. Sie melden sich bald zurück, er wird bald kommen.
Eine halbe Stunde später, wir schleppen Mare M mit 3kn weiter, da taucht das Rettungsboot auf.

Wir werden die Leine los und quälen uns an Ålesund vorbei.
Wieder hatten wir die Gelegenheit, für kurze Zeit die Segel zu setzen und uns von der langsamen Fahrt momentan zu befreien.

Um 02:13Uhr haben wir in Tornes festgemacht. Die Hafeneinfahrt ist, in der Dämmerung, nicht auszumachen, die Latüchte ist einfach zu klein geraten. Wir hatten auch vergessen, dass bei uns an Bord ein starker Scheinwerfer existiert.



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Montag, 4. Juni 2018

Honningsvåg, Norwegen, 1. bis 2. Juni 2018

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Route: 17 Seemeilen, bis heute: 695
03:27 Stunden, Temp.: 20-25°C
Sonnenaufgang: 03:59, Sonnenuntergang: 23:14













Selje, um 09:46Uhr haben wir die Leinen losgeworfen, um zur Vogelinsel Runde zu gelangen. Nach 17 Seemeilen war aber Schluß!

Als wir uns mitten in der Umrundung des Westkaps, Stadlandet, befanden, dachten wir, den Nothafen Honningsvågen, zu besuchen. Immer wieder wollten wir dieses Vorhaben realisieren, das Wetter passte nie.
Nun war es aber so, dass wir am darauffolgenden Tag, wieder Honningsvågen verlassen und direkt nach Tornes fahren konnten, also nichts wie hin.

Es war eine sehr gute Entscheidung, das Wetter passte perfekt, die Landschaft himmlisch und wir glücklich, basta!

Seht Ihr bitte selbst:


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Selje, Norwegen, 30. Mai bis 1. Juni 2018

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Route: 59 Seemeilen, bis heute: 678
11:37 Stunden, Temp.: 18-25°C
Sonnenaufgang: 04:04, Sonnenuntergang: 23:07













Das Wetter ist herrlich, diese 59 Seemeilen schaffen wir doch. Direkt nach der Brücke, haben wir das Groß und nach der Wende die Genua dazu gesetzt. Am Norske Hest machen wir 6,9kn. Von Weitem genießen wir den Anblick auf Kinnaklova, den Spalt von Kinn.

Eine Stunde später ist der Wind eingeschlafen.

2 Stunden später, versuchen wir es wieder , eine Stunde später ist der  Wind wieder auf 0.

Heike philosophiert, ich glaube nicht, dass man heute wieder Segel setzen kann, ich erwidere, doch, um sie sofort wieder zu bergen.

Es ist heiß, 25°C im Schatten, sogar der Fahrtwind ist wie aus einem Fön. Man wünscht sich Eiswürfel in einem Eimer voll Gletscherwasser, die Gletscher sehen wir, aber weit entfernt..

Am Hornelen vorbei, mit 2,7kn. Die Strömung und 14kn Gegenwind vom Meer, lassen nicht locker.

In Måløy halten wir für einen Einkaufsstop und holen uns eiskalte Rekker, 2Kg. Es geht weiter nach Selje.
Angekommen, Friede, Freude, Eierkuchen. Der Steg ist frei, nur voller, ins Wasser springender Kinder.
Ein Lächeln auf unseren Lippen lassen den heißen Tag verblassen.



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